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Elektronische AU-Bescheinigungen

Digitalisierung der Arbeitsunfähigkeits-Bescheinigungen: Der aktuelle Stand

Behandelnde Ärzte sollen ab 2021 AU-Bescheinigungen nur noch digital an die Krankenkassen übermitteln. Das sieht das „Gesetz für schnellere Termine und bessere Versorgung“ (Terminservice- und Versorgungsgesetz, TSVG) vor, das am 11. Mai 2019 in Kraft getreten ist.

Bislang müssen Arbeitnehmer im Krankheitsfall die Bescheinigung über ihre Krankschreibung (vielen als „gelber Schein“ bekannt) sowohl bei ihrem Arbeitgeber als auch bei der Krankenkasse  per Post oder persönlich physisch einreichen. Jedes Jahr werden bundesweit schätzungsweise 75 Millionen Krankmeldungen ausgestellt – und das in dreifacher Ausführung: für den Patienten sowie zur Vorlage bei der Krankenkasse und dem Arbeitgeber. Durch die digitale Krankschreibung ist das Exemplar für die Krankenkassen künftig nicht mehr notwendig. Zur Vorlage beim Arbeitgeber muss in den Arztpraxen jedoch weiterhin die AU-Bescheinigung auf Papier ausgedruckt werden, gleiches gilt für den Versichertendurchschlag.

Pilotprojekte gehen da schon heute einen Schritt weiter …

Pilotprojekte zur eAU

Seit September 2017 können teilnehmende Ärzte, vorwiegend aus Schleswig-Holstein und Hamburg, die AU-Bescheinigung einfach per Mausklick an die Techniker Krankenkasse übermitteln. Seit Juni 2018 können auch über 1.000 Ärzte aus Nordrhein-Westfalen mit der Praxissoftware Duria eG am Projekt teilnehmen. Im Pilotprojekt „elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung“ (eAU) der TK wird der „gelbe Schein“ auf Wunsch des Patienten zudem automatisch mit einem Klick aus dem Praxisverwaltungssystem direkt an den Arbeitgeber übermittelt. Er muss sich dann nur noch telefonisch krankmelden. Als erste Arbeitgeber sind die TK und das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) angebunden.

Im Oktober 2018 startete ein Pilotprojekt der BKK Linde und die CompuGroup Medical (CGM) zum Einsatz von elektronischen Arbeitsunfähigkeits­be­schei­­nigungen (eAU). Rund 20.000 Versicherte der BKK Linde im Raum Darmstadt und Aschaffenburg  können die eAU nutzen. Patienten erhalten auf Wunsch ihre elektronische Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung direkt aus dem Arztinformationssystem in ihre elektronische Patientenakte. Sie entscheiden, ob der Arzt künftig die Bescheinigung per Knopfdruck direkt der Krankenkasse sendet oder er sich selbst darum kümmert.

Weiterführende Informationen

Mehr über das Pilotprojekt der Techniker Krankenkasse (Weblink)

Mehr über das Pilotprojekt der BKK Linde und der CompuGroup Medical Deutschland AG (CGM) (Pressemitteilung / PDF)

Aktualisiert am 15. August 2019

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